04.07.2018 in Europa von SPD Bonn
Gebuchte Fluggesellschaft muss Entschädigung bei Verspätung zahlen
Die Fluglinie, bei der Kunden ihr Ticket erworben haben, muss auch für Entschädigungen aufkommen. Das hat der Europäische Gerichtshof am Mittwoch, 4. Juli 2018, geurteilt. Die Entscheidung gilt auch dann, wenn der Flug durch eine andere Fluglinie und deren Personal durchgeführt wird.
„Der EuGH hat heute wieder einmal Klarheit geschaffen. Fluglinien können nicht auf Kosten der Kundinnen und Kunden die Verantwortung hin und her schieben. Das stärkt einmal mehr die Effektivität der entsprechenden EU-Verordnung“, so Gabriele Preuß, SPD-Europaabgeordnete und Mitglied im Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments.
04.07.2018 in Europa von SPD Bonn
Europäisches Parlament beschließt Reform
„Zum ersten Mal seit der Einführung der Direktwahlen zum Europäischen Parlament im Jahre 1979 gelingt eine Reform des europäischen Wahlsystems mit mehr Transparenz und mehr Demokratie für die Vorbereitung und Durchführung der Europawahlen“, sagt der SPD-Europaabgeordnete Jo Leinen, Co-Berichterstatter für die Reform des Europawahlrechts sowie Sprecher der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Verfassungsausschuss (AFCO) des Europäischen Parlaments.
Am Mittwoch, 4. Juli 2018, hat das Europäische Parlament einem einstimmigen Beschluss des Rates über die Reform mit der absoluten Mehrheit seiner Mitglieder zugestimmt.
Die wichtigsten Ergebnisse:
03.07.2018 in Europa von SPD Bonn
SPD-Abgeordnete stimmen gegen EU-Verteidigungsprogramm
Die Europa-SPD stemmt sich gegen zusätzliche Subventionen für die bereits gut aufgestellte europäische Verteidigungsindustrie: Die Abgeordneten haben am Dienstag, 3. Juli 2018, gegen das Programm zur industriellen Entwicklung im Verteidigungsbereich gestimmt. Der vorliegende Bericht war ein Verhandlungsergebnis von Europaparlament, Kommission und Rat.
Das Programm wird zugunsten der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Verteidigungsindustrie ein zweijähriges Programm zur Entwicklungsförderung im Umfang von 500 Millionen Euro aufgelegt. Davon werden 300 Millionen Euro erfolgreichen zivilen Forschungs- und Investitionsprogrammen der EU entnommen.
„Als Sozialdemokraten wollen wir eine europäische Verteidigungsunion, etwa um Mittel fürs Militär einzusparen. Dafür wird aber politischer Wille der EU-Mitgliedstaaten benötigt und keine zusätzliche Subventionierung der gut aufgestellten europäischen Verteidigungsindustrie“, so die industriepolitische Sprecherin der Europa-SPD, Martina Werner. „Auf keinen Fall ist es vertretbar, Ressourcen aus wichtigen und unterfinanzierten zivilen Investitionsprogrammen zu entnehmen, wie etwa zum Gelingen der Energiewende, um die Verteidigungsindustrie zu subventionieren. Wir brauchen eine kluge europäische Industriepolitik, mit der wir Zukunftssektoren gezielt unterstützen. Einer prosperierenden Verteidigungsindustrie bei der Entwicklung von neuen Waffensystemen unter die Arme zu greifen, gehört sicherlich nicht dazu. Dies wird vor allem europäische Waffenexporte befördern, ohne dass die EU oder ihre Mitgliedsländer ein Mitspracherecht über die Verwendung der Forschungsergebnisse besäßen.“
29.06.2018 in Kommunalpolitik von SPD Bonn
Jede neue Verwaltungsvorlage ist Millionen wert – so jedenfalls ist das bei der Sanierung der Beethovenhalle. Für den Projektbeirat Sanierung Beethovenhalle am 28. Juni legte die Stadt neue Zahlen vor. Diese sahen eine neuerliche Steigerung vor Die Kostenprognose liegt jetzt netto bei 84,3 Millionen Euro. Dazu kommen nochmal 2,9 Millionen Euro für die Ausstattung. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn sieht sich wieder einmal in ihren Befürchtungen bestätigt.
„Die Kosten wachsen und wachsen und kein Ende in Sicht“, ärgert sich Angelika Esch, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Mitglied im Projektbeirat Sanierung Beethovenhalle. „Ganz offensichtlich sind die Kosten nicht in den Griff zu bekommen. Selbst jetzt nicht, wo der Zeitdruck weg ist, weil das Jubiläums-Beethoven-Fest 2020 ohnehin nicht mehr zu erreichen ist.
29.06.2018 in Europa von SPD Bonn
Neues Recht tritt am Sonntag, 1. Juli 2018 in Kraft
Wer noch seine Pauschalreise für den anstehenden Sommerurlaub buchen möchte, kommt ab dem 1. Juli in den Genuss eines besseren Reiseschutzes.
„Die bisherigen EU-Vorschriften für Pauschalreisen galten seit 1990. Dabei haben seit dieser Zeit Billigflieger und Internet-Reiseangebote die Buchungsgewohnheiten drastisch verändert. Deshalb waren neue Regeln erforderlich, die den Verbraucherschutz auch bei Online-Buchungen verbessern“, sagt Evelyne Gebhardt, Mitglied des Verbraucherschutzausschusses im Europäischen Parlament.
Die Neufassung erweitert die Definition des Begriffes "Pauschalreise", so dass nun auch die meisten online gebuchten Reisebestandteile wie Flüge, Hotelangebote oder Mietwagen eingeschlossen sind, um den Urlauber im Problemfall besser zu schützen. Die neuen Regeln beinhalten zudem einen weitreichenden Schutz der Reisenden vor der Insolvenz der Reiseanbieter, verbraucherfreundlichere Informationspflichten vor Vertragsabschluss sowie eine verbesserte Haftung für sämtliche im Pauschalpaket enthaltenen Leistungen.