Platz ist da. Arbeitsplätze sind da. Wo bleibt eine echte städtebauliche Weiterentwicklung des Regierungsviertels? Diese große Fläche bietet die Möglichkeit, mit innovativen Ideen mehr als nur das Bonner Arbeitsviertel zu sein.
Peter Kox, Landtagskandidat für den Bonner Norden und Beuel, betont: „Viel hat sich zwischen Reuterstraße, DB-Strecke, Rhein und A562 in den letzten 16 Jahren bereits getan. Dabei wurde aber nie ein Gesamtkonzept verfolgt.“ Dies liege auch an den alten Bebauungsplänen, die noch aus Hauptstadtzeiten stammen und erhebliche Nutzungseinschränkungen zur Folge hätten. „Das ehemalige Regierungsviertel ist einer der Arbeitsplatzschwerpunkte in Bonn. Wer aber einkaufen, essen gehen oder gar arbeitsplatznah wohnen möchte, steht auf verlorenem Posten. Wir möchten das Gebiet zu einem belebten Stadtviertel entwickeln. Neben die derzeitig vorherrschenden Bürogebäude gehören Wohnungen und die notwendige Infrastruktur“, sagt Peter Kox weiter.
„Das Gelände ist heute geprägt durch Bürohäuser, den UN-Campus und große Kultureinrichtungen entlang der Museumsmeile“, fügt Gabriel Kunze, Landtagskandidat für Bad Godesberg, Bonns Süden und den Hardtberg, an. „Aber wir finden hier auch leerstehende Gebäude, wie das ehemalige Landesbehördenhaus, und freie Flächen, die Platz bieten für innovative Weiterentwicklungen. Das kann aber nur mit einem städtebaulichen Konzept gut gesteuert werden, das auch eine Verkehrsplanung umfasst. Zwar wird das Viertel mit dem neuen DB-Haltepunkt zukünftig besser angebunden, dadurch werden sich die Schließzeiten der Schranken aber erhöhen. Wir brauchen daher dringend die Unterführung an der Ollenhauerstraße. Die Stadt muss hier endlich die Planung fortsetzen“, so Gabriel Kunze weiter.
Beide Kandidaten begrüßen daher den Antrag der SPD-Fraktion im Rat der Bundesstadt Bonn, der im Planungsausschuss am 23. November einstimmig beschlossen wurde. Darin wird die Verwaltung aufgefordert, eine solche städtebauliche Rahmenplanung für das Regierungsviertel aufzustellen. Jetzt muss nur noch das notwendige Geld bereit gestellt werden, um den Planungsauftrag umzusetzen. „Also jetzt nicht an der falschen Stelle sparen“, fordert abschließend.