
Die SPD sei schuld, dass die Südtangente nach wie vor im Bundesverkehrswegeplan steht. So behauptet es zumindest die Grünen-Bundestagsabgeordnete Katja Dörner. Auf diese Äußerungen reagiert die Bonner SPD mit Verwunderung und weist sie zurück.
Gabriel Kunze, Vorsitzender der Bonner SPD und Landtagskandidat für Bad Godesberg, Bonns Süden und den Hardtberg, stellt dazu fest: „Über die Äußerungen von Frau Dörner bin ich sehr verwundert. Gerade in Bonn kann sie doch am Beispiel ihrer eigenen Partei beobachten, wie Koalitionen funktionieren. Seit Jahren fordert die SPD die für den Bau der Südtangente freigehaltenen Flächen zwischen Kessenicher Straße und der Straße Im Bachele endlich zu bebauen und so den Lückenschluss in der Wohnbebauung herzustellen. Und genauso lange wehren sich die Grünen mit Händen und Füßen dagegen. Als sich Ende Oktober die CDU Bonn dafür aussprach, das Land NRW solle mal eben 100 Millionen Euro in die Planungen der Südtangente stecken, war von den kommunalpolitischen Akteuren der Grünen kein Protest zu hören. Warum eigentlich nicht? Wenn ich Frau Dörner richtig verstanden habe, dann müsste dies die neue inhaltliche Überzeugung der Grünen zur Südtangente sein. Alles andere wäre ja nach ihrer Meinung unehrlich. Oder ist vielleicht doch Koalitionsräson im Spiel, um den kommunalen Koalitionspartner CDU nicht zu brüskieren?“




