Europa
17.04.2018 in Europa von SPD Bonn
Entscheidung zu Europawahlen vertagt
"Gut zweieinhalb Jahre, nachdem das Europäische Parlament Vorschläge für eine Verbesserung der Europawahlen verabschiedet hat, konnten sich die Mitgliedstaaten nicht auf einen gemeinsamen Standpunkt einigen", kritisiert der SPD-Europaabgeordnete Jo Leinen, Ko-Berichterstatter für die Reform des Europawahlrechts. Der Rat für Allgemeine Angelegenheiten hat am Dienstagnachmittag, 17. April 2018, entschieden, die Angelegenheit zu vertagen.
"Um die Neuerungen noch für die Wahlen 2019 wirksam werden zu lassen, ist höchste Eile geboten", sagt Jo Leinen, "Die Regeln für die Wahlen basieren noch immer auf einem Rechtsakt von 1976 und erfüllen nicht die heutigen Ansprüche an eine transparente europäische Demokratie. Es kann nicht sein, dass die Mitgliedstaaten ein Herzensanliegen des Europäischen Parlaments in dieser Weise verschleppen und unter Umständen unmöglich machen.“
17.04.2018 in Europa von SPD Bonn
Rede des französischen Staatspräsidenten im Europaparlament
Zur Rede des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron am Dienstag, 17. April 2018, im Europäischen Parlament erklärt Jens Geier, Vorsitzender der Europa-SPD:
„Wir freuen uns, dass Emmanuel Macron nicht nur eine Rede vor dem Europaparlament in Straßburg gehalten hat, sondern auch mit uns Abgeordneten in eine Diskussion eingestiegen ist. Ein Aufbruchssignal für die Erneuerung der EU, das sich viele von seinem Besuch erhofft hatten, sieht aber anders aus“, sagt Jens Geier.
17.04.2018 in Europa von SPD Bonn
EuGH entscheidet zugunsten von Passagieren
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am Dienstag, 17. April 2018, geurteilt, dass Fluglinien ihren Kunden auch dann eine Entschädigung für Verspätungen schulden, wenn diese aufgrund eines kurzfristigen hohen Krankenstands aufgetreten sind. „Fluglinien versuchen leider immer wieder, sich vor den gesetzlich festgeschriebenen Zahlungen zu drücken. Mit seinem heutigen Urteil macht der EuGH klar: Bei der Fluggastentschädigung gibt es keine Ausreden! Das beweist auch die Effektivität der entsprechenden EU-Verordnung“, so Gabriele Preuß, SPD-Europaabgeordnete und Expertin für Luftfahrt.
Die EU-Fluggastrechteverordnung 261/2004 legt für Verspätungen Entschädigungen fest. Im konkreten Fall hatte das Unternehmen TUIfly im Jahr 2016 Umstrukturierungspläne bekanntgegeben, die die Beschäftigten benachteiligten und zahlreiche Arbeitsplätze gefährdeten. Beim Kabinenpersonal meldeten sich daraufhin viele Beschäftigte krank. Dadurch fielen Flüge aus, und Passagiere machten in der Folge ihre Entschädigungsansprüche geltend. Das Unternehmen betrachtete die Krankmeldungen jedoch als sogenannten wilden Streik, also eine rechtlich nicht vorgesehene Arbeitsniederlegung, und weigerte sich, die Entschädigungen zu zahlen.
16.04.2018 in Europa von SPD Bonn
Europa-SPD enttäuscht über neue Regeln zur CO2-Reduktion
Über zwei zentrale EU-Klimaschutzgesetze stimmt das Plenum des Europäischen Parlamentes am Dienstag, 17. April 2018 ab – eine Verordnung zur Wald- und Landnutzung sowie eine zur Lastenverteilung zwischen den Mitgliedstaaten. Insbesondere letztere ist in den Verhandlungen zwischen den Institutionen jedoch ausgehöhlt worden, kritisiert SPD-Klimaexperte Jo Leinen. „Das vorliegende Ergebnis trägt nicht dazu bei, die Klimaziele für 2030 zu erreichen“, warnt Jo Leinen. Es geht in beiden Fällen um eine Entscheidung über die Trilog-Ergebnisse.
16.04.2018 in Europa von SPD Bonn
Resolution von CDU/CSU sieht Blockade von EU-Reformen vor
Der Vorsitzende der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Europäischen Parlament, Udo Bullmann, kritisiert den Vorstoß von Teilen der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, die im Koalitionsvertrag festgeschriebenen ambitionierten Reformen der EU zu blockieren. Am Wochenende war bekannt geworden, dass die CDU/CSU am Dienstag, 17. April, bei einer Fraktionssitzung zu Europa, eine Resolution verabschieden will, die unter anderem Vereinbarungen zum Aufbau eines Europäischen Währungsfonds zurückdrehen würde.
„Wir haben im Koalitionsvertrag mit der CDU/CSU mutige europapolitische Reformen vereinbart. Dass Teile der Union jetzt kurz nach Antritt der neuen Regierung offenbar eine europapolitische Rolle rückwärts machen wollen, ist absolut inakzeptabel“, erklärt Udo Bullmann. „Unter der Führung ihres Fraktionsvizes Ralph Brinkhaus versuchen Teile der deutschen Konservativen, die Weiterentwicklung des Europäischen Stabilitätsmechanismus zu einem wirklichen, gemeinschaftlich verwalteten Europäischen Währungsfonds zu torpedieren. Das ist eine ideologische Attacke auf die Zukunft der Wirtschafts- und Währungsunion und vernachlässigt vollkommen die Erfahrungen aus der Euro-Krise“, so Udo Bullmann.