Kelber schlägt lärm- und emissionsfreie Anlieferung in die Innenstadt vor

Veröffentlicht am 26.08.2016 in Kommunalpolitik

Bonns Bundestagsabgeordneter Ulrich Kelber hat der Stadt und dem Einzelhandel vorgeschlagen, ein Pilotprojekt zur emissions- und lärmfreien Anlieferung in die Innenstadt zu starten. „Auch dank der Zuschüsse der Bundesregierung kommt Bonn derzeit bei der Umstellung seiner städtischen Busflotte auf Elektromobilität voran. Auch den Lieferverkehr sauberer zu machen, wäre jetzt der logische nächste Schritt“, erläutert Kelber. Er denkt an eine Flotte von Elektro-Lieferfahrzeugen, die in der Nähe der Autobahnen die Waren der einzelnen Zulieferer entgegennehmen und dann geräusch- sowie emissionslos in die Innenstadt bringen.

Der Sozialdemokrat erwartet von dem Pilotprojekt eine Verringerung der Lärm- und Abgasbelastung in der Fußgängerzone, der ganzen Innenstadt, aber auch an den Zufahrtskorridoren, an denen viele Bonnerinnen und Bonner wohnen. Außerdem könnten viele Lkw-Fahrten reduziert werden, wenn nicht für jede kleine Lieferungen an ein Geschäft ein einzelnes Fahrzeug in die Stadt fahren würde, weniger Staus wären die Folge.

Der Einzelhandel müsse von vornherein eng eingebunden werden, so Kelber, damit aus der eingesparten Zeit der eigenen Fahrer die Finanzierung der zirkulierenden Elektro-Lieferzeuge entsteht. „Zum Glück können wir in Bonn nicht nur auf zahlreiche mittelständische Spediteure setzen, sondern haben mit der DHL/Deutsche Post auch einen weltweit führenden Logistikkonzern mit Erfahrung in Elektro-Lieferfahrzeugen in der Stadt“, erinnert der Abgeordnete.

Die Stadt muss aus Sicht Kelbers die Initiative ergreifen, gerade auch, um die Innenstadt gegenüber dem Internet als Ort des Einkaufs attraktiver zu machen. „Weniger Lieferfahrzeuge, die kleiner, leise und abgasfrei sind, dann macht auch das frühe Einkaufen in der Innenstadt Spaß. Mittelfristig sollten dann nur noch diese Elektro-Lieferfahrzeuge bis 12 Uhr anliefern dürfen, die größeren, lauten und schmutzigen Fahrzeuge sollten schon früher aus der Innenstadt heraus müssen, auch das würde das Projekt attraktiv machen“, ist Kelber überzeugt. (ae)

 
 

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